Ein wohl einmaliges Jubiläum feiert Klaus Balog, Torwart des SV Staffort. Der inzwischen 55-jährige steht am kommenden Wochenende zum 1000. Mal zwischen den Pfosten des Stafforter Tores. Dabei sind nur Punktespiele gezählt, keine Pokal- oder Freundschaftsspiele, sonst wäre die Anzahl wohl doppelt so hoch.
1000 Spiele, das sind weit mehr als 30 Jahre im Tor eines Vereins, keine Frage, dass Klaus Balog da das Auf und Ab des Stafforter Fußballs hautnah miterlebt hat.
1977 begann Klaus Balog beim SVS, nachdem der ehemalige Kunstturner bei einem Freizeitturnier auf sich aufmerksam gemacht hatte. Im ersten Jahr war dann auch gleich ein Aufstieg zu feiern, konnte der Verein doch in die A-Klasse aufsteigen. Nach dem zwischenzeitlichen Abstieg folgte dann in den 90er Jahren die erfolgreichste Zeit des Vereins. Gestützt auf den sicheren Rückhalt im Tor konnte man zweimal die Meisterschaft der A-Klasse erringen und so in die damals noch zweigleisige Bezirksliga aufsteigen. Auch hier stellte der Jubilar sein Können unter Beweis. In diese Zeit fällt der zweimalige Sieg beim Stutenseepokal, wo man jeweils den FC Germania Friedrichstal m Endspiel besiegen konnte.
Nach und nach hörten die Weggefährten jener Jahre dann mit dem Fußballspielen auf, nicht jedoch der Goalie. Es ist wohl auch die häufigste Frage, die man von anderen Vereinen bei den sonntäglichen Spielen hört: „Spiel eure Torwart immer noch?“
Diese Frage wird bis heute mit „Ja“ beantwortet, da Klaus Balog nach wie vor seinen Mann steht und immer noch mit seinem Können glänzt. Auch wenn der Verein nach weitere Auf- und Abstiegen inzwischen in der C-Klasse spielt und Highlights wie Meisterschaften etwas entfernt scheinen, ist Klaus Balog nach wie vor ein Vorbild an Trainingsfleiß und Vereinstreue für die Jüngeren. Dazu zählt auch sein Sohn Pascal, der mit ihm zusammen in der ersten Mannschaft des SVS spielt.
Seine ruhige und bescheidene Art wird auch bei den viel jüngeren Mitspielern geschätzt. Seit langem ist Klaus Balog auch im Vorstand des Vereins tätig und bringt sich hier mit Rat und Tat ein.
Ein Verein, der von einer Vorstandschaft unaufgeregt und kontinuierlich geführt wird, kann sich kein besseres Aushängschild in Sachen Vereinstreue wünschen. Wir gratulieren Klaus Balog zu dieser großen Leistung und freuen uns mit ihm.